Hamburg, Golf und der Kiez …. Golfen in Hamburg

Um es gleich vorauseilend zu betonen, es gibt sehr viele Gelegenheiten in und um Hamburg golf zu spielen und dies wird sicher nicht der letzte Bericht hierüber gewesen sein. Ebenso sind die Eindrücke , die Golfer von Plätzen etc. haben sehr von Spielstärke und Erwartung dem Platz gegenüber geprägt… wie bei Zigarren, es geht zumeist um Geschmack, so einfach ist das.

Es sollte also am Pfingstwochenende in Treudelberg schmecken. Anlässlich der jährlichen Tour des Spielausschuß des Heimatvereins ging es darum, Unterkunft und Golf zu verbinden und die Wahl fiel auf das Steigenberger Treudelberg Resort in Hamburgs Norden.

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Das Hotel empfängt einen mit repräsentativer Auffahrt und direkt hinter dem Haupthaus liegendem Golfplatz. Die 27-Loch Anlage ist nicht zuletzt durch das hochsportliche Golf, das hier gespielt wurde und wird, bekannt. Zwischenzeitlich befand sich die Clubmannschaft Treudelbergs in der Bundesliga und das, obwohl der Verein beim Aufstieg „erst“ zehn Jahre alt war. Die Anlage ist sportlich durchaus anspruchsvoll, da oft lang zu spielen, der Pflegezustand war über Pfingsten gut. Die Kurse A und B sind nahezu im gleichen Stile erbaut und bieten strategisch gut plazierte Bunker, manchmal auch durch Rough oder Baum- bzw. Strauchbestand eingeengte Drivezonen, wobei es niemals unfair wird und wer sein langes Spiel beherrscht, kommt hier gut zurecht. Die Fairways sind weich geschwungen und die Grüns groß und mit einigen tricky breaks versehen, so daß hier präzises Anspiel schon hilft. Wenn man A+B spielt wird es zwischenzeitlich etwas monoton aber nicht langweilig. Das Sahnestück ist aber der C Kurs. Hier wird man von deutlich herausfordernder Architektur und Bodenbewegung begrüßt und es erfordert deutlich mehr Strategie im Spiel als bei den anderen beiden neun Loch Kursen. Toll ist das Inselgrün C5 und vor allem sind die jeweiligen Abschlussgrüns an der Club/Hotelterrasse ein präzises Anspiel fordernd, da halb bzw. volle Inselgrüns. Den Abschluß fanden wir auf der Terrasse vor den Inselgrüns mit leckerem Essen, kaltem Getränk und begleitet von einer wohlschmeckenden Casa de Torres Toro. Dieser nicaraguanische Longfiller, TAM mit connecticutshade Deckblatt aus Ecuador ist eine leckere Zigarre mit cremigem Rauch und rundem, eher mildem Geschmack nach Nuss und Frucht. Eine gute Empfehlung, wenn man die Zeit für eine Toro hat und unangestrengt rauchen möchte!

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Das am Platz liegende Steigenberger hat ein tolles Golfpackage mit drei Nächten und zwei Greenfees, wir haben uns wohl gefühlt und die Zeit genossen. Keine Kritik? Doch! Die Terrassenpolitik Golfclub vs. Hotel ist etwas unwirsch, wurden unsere zum Teil nichtgolfenden Damen, obwohl sehr viel frei war, von den vorderen Tischen am Inselgrün auf die am Haus gelegenen Plätze verwiesen, was verständlich wäre bei großem Andrang, da auch der GC Platz benötigt aber es war eben leer. Vielleicht war es ja auch der angespannten, abstiegsbedrohten Situation der beiden ortsansässigen Fußballklubs geschuldet, am Sonntagabend waren dann alle entspannter…. Das Essen im Hotel und Clubhaus ist gut, die Preise sind okay. Nicht okay sind die Getränkepreise, abgesehen von Softdrinks, Wein und Bier wird bei Spirituosen klar berechnet, dass der Golfer selten ein Taxi für 40 Euro in die Innenstadt nimmt und der „Landaufschlag“ ist odentlich. Der, die immer wieder wohlschmeckende Edmundo, begleitende Rum schlug im Hotel mit 15,-€ zu Buche, im East Hotel, welches wir immer wieder gerne und auch dieses Mal besuchen, sind es nur 11,-€… natürlich schön gerechnet, kam ja das Taxi in den Einsatz, aber dennoch. Sebastian, der Barkeeper im Steigenberger ist aber ein guter Mann, versteht sein Fach, wir kämen dennoch gerne wieder.

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Das Sahnestück in Sachen Golfplatz und Gastronomie sollten wir aber noch vor uns haben. Am zweiten Tag ging es auf den Platz des GC Gut Wulfsmühle und das war wirklich das Highlight. Ein top gepflegter Platz, 18 Bahnen Strategiegolf, die nicht BoomBoom fordern, sondern geschickt platzierte Bälle, um die Grüns in Regulation zu erreichen.

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Die Architektur des Platzes ist sehr abwechslungsreich, die Fairways oft deutlich onduliert und die Grüns groß mit sehr anspruchsvollen aber immer fairen Pinpositions. Die gesamte Truppe war schwer begeistert und angetan von diesem wirklich tollen Golfplatz. Ein Must-Play Hamburgs!

Ebenso toll die Gastronomie. Wir haben sehr gut gegessen, alleine für den Burger des Hauses, TAM quasi durch den Koch, würden wir schon anreisen. Einer der besten, die ich bisher gegessen habe…. Super freundlicher , kompetenter Service rundete das ganze zu einem perfekten Golftag ab….. der war im übrigen dann doch noch nicht vorbei, ging es doch zur Siegerehrung und vorherigem Essen ins East und danach auf den Kiez, wo am frühen Montagmorgen auf einer Terrasse mit einem Mojito und einer Camacho Criollo endete…. Hamburg, wir kommen wieder !!

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… und immer eine handbreit Rauch unter der Zimmerdecke … cropped-comiczigtex1.jpg

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